Neurobionomy®

Ein neurofunktioneller Therapieansatz

Körperliche Therapie

Neurofunktionelle Therapien richten den Fokus nicht auf die Beschaffenheit oder Dysfunktion einer besonderen Struktur (Muskeln, Gelenke usw.), sondern vielmehr darauf, wie effizient wir diese Strukturen einsetzen. Der Körper sendet dem zentralen Nervensystem permanent über eine immense Anzahl von Nervenrezeptoren Informationen über den Zustand unseres Körpers im Raum (Lagerung, Muskeltonus, Druck, Temperatur, Berührung, Krafteinwirkung usw.) sowie über den Gewebezustand (Belastung, Entzündungen, Verletzungen u.v.m). Diese Vorgänge sind bekannt als Propriozeption, Enterozeption und Nozizeption. Dieser Input wird durch Infomationen der Sinnesorgane ergänzt (Exterozeption). Anhand dieser Informationsflut kann unser Gehirn eine Situation präzise einschätzen und eine angepaßte Reaktion veranlassen.

Wenn das Gehirn keine eindeutigen Signale erhält (oder diese fehlerhaft interpretiert) ist die Reaktion demnach nicht optimal an die Situation angepaßt. Die Folge sind ineffiziente Bewegungsabläufe. Der daraus resultierende chronisch erhöhte oder verminderte Muskeltonus führt zunehmend zu entsprechenden Kompensationsmustern, sowie Schmerzen und Bewegungseinschränkungen.

Neurobionomy® ist die ökonomisch optimierte Nutzung neuro-biologischer Resourcen. In der Behandlung werden die Reaktionen des Körpers auf verschiedene Reize gezielt ausgetestet, mit dem Ziel eventuelle Fehlinterpretationen und daraus entstandene Bewegungsabläufe zu verbessern.



Emotionale Therapie

Ebenso wie das zentrale Nervensystem körperliches Feedback fehlinterpretieren kann und somit z.B. alte Schonhaltungsmuster unnötig aufrecht erhält, können auch das reine Erwähnen von Wörtern, Bildern oder Erinnerungen starke körperliche und emotionale Stressreaktionen triggern. Auch hier beruhen die Reaktionen auf unwillkürlichen Fehlinterpretationen von Reizen, da den Patienten natürlich bewußt ist, das ihre Reaktion absolut nicht an die aktuelle Situation angepaßt ist. Ebenso wie bei persistierenden körperlichen Schonhaltungen verhält sich der Organismus so, als ob er sich immer noch in der ursprünglichen traumatischen Situation befinden würde, obwohl dieses schon längst nicht mehr notwendig ist.

Während der Behandlung wird auch hier durch das Kombinieren verschiedener Reize in Verbindung mit Simulation oder Erwähnen der emotional empfindlichen Erinnerungen eine Neubewertung der Situation veranlaßt. Das Nervensystem versucht seine Reaktion auf die Erinnerung neu einzustellen, um effizienter auf die gegenwärtige Situation zu reagieren. Die Patienten verspüren oft eine deutliche Verminderung der subjektiven Belastung, wenn die emotionale Problematik anschließend nochmal besprochen wird.

Neurobionomy® erhebt selbstverständlich nicht den Anspruch herkömmliche Psychotherapeutische Maßnahmen zu ersetzen. Die Therapie ist vielmehr eine Ergänzung, um Erkenntnisse, die die Patienten bewußt verarbeitet haben, ganzheitlich zu integrieren.